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	<title>Kommentare zu: Agency OS Update</title>
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	<description>Digital Resident Blog</description>
	<lastBuildDate>Fri, 25 Feb 2011 11:15:41 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Marja Annecke</title>
		<link>http://www.stephanritter.de/index.php/agency-os-update/comment-page-1/#comment-41</link>
		<dc:creator>Marja Annecke</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 07:00:14 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber Stephan, der Artikel gibt viele Denkanstösse, und ich poste ihn an jeden weiter, der es gerade hören will (oder auch nicht). Ich finde du kannst ruhig ein Buch schreiben. Danke für Klugheit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Stephan, der Artikel gibt viele Denkanstösse, und ich poste ihn an jeden weiter, der es gerade hören will (oder auch nicht). Ich finde du kannst ruhig ein Buch schreiben. Danke für Klugheit.</p>
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		<title>Von: Arno</title>
		<link>http://www.stephanritter.de/index.php/agency-os-update/comment-page-1/#comment-39</link>
		<dc:creator>Arno</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 09:36:45 +0000</pubDate>
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		<description>Um es kurz zu machen: Die DNA ist schon fast das OS. Aber ich habe eher den Eindruck, das es hierfür die passende &quot;Hardware&quot; geben muss und aktuell eben nicht gibt.
Die Frage ist nur, wie hoch der Leidensdruck werden muss, damit diese Hardware entsteht. Aktuell hat man eher den Eindruck, das die Bewahrung von Besitzständen und Status Quo immer noch die Oberhand hat. Ein paar Obamas werden wir also noch brauchen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Um es kurz zu machen: Die DNA ist schon fast das OS. Aber ich habe eher den Eindruck, das es hierfür die passende &#8220;Hardware&#8221; geben muss und aktuell eben nicht gibt.<br />
Die Frage ist nur, wie hoch der Leidensdruck werden muss, damit diese Hardware entsteht. Aktuell hat man eher den Eindruck, das die Bewahrung von Besitzständen und Status Quo immer noch die Oberhand hat. Ein paar Obamas werden wir also noch brauchen &#8230;</p>
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		<title>Von: Stephan Ritter</title>
		<link>http://www.stephanritter.de/index.php/agency-os-update/comment-page-1/#comment-38</link>
		<dc:creator>Stephan Ritter</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jul 2010 14:00:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.stephanritter.de/?p=117#comment-38</guid>
		<description>Mein lieber Konstantin,

danke für die Tiefen-Fragestellungen, auf die ich direkt eingehen möchte:

1. Sehe ich ganz genauso. Ich weiß aber auch nicht welcher Punkt meiner Update-Skizze dem widerspricht. Langjährige Beziehungen sind auch hir möglich, man muss nur nicht immer alles machen wollen. 
Die neuartige Organisationsform kombiniert genau die positiven Aspekte beider &quot;Welten&quot;: Das agile und dynamische Vorgehen in Autonomie mit einem gemeinsamen Qualitätsanspruch das man als Agenturmarken-Leistungsversprechen nach vorne bringt.

2. Ebenso Zustimmung. Die Kunst ist, die richtige Dosis zu finden. Auch wer beispielsweise die ReWork-Aussage &quot;Meetings are toxic&quot; als &quot;ALLE Meetings sind Gift&quot; interpretiert, liegt falsch. Projekte nur per Remote gut umzusetzen halte ich für sehr schwierig. Es muss immer eine gemeinsame Basis geben: Kickoff, Workshops und Abstimmungszyklen in denen der persönliche Kontakt und das Miteinander wichtig sind für ein Projektteam-Gefühl.

3. Einer der Hauptaspekte ist die Organisation in eigenständigen, selbstverantwortlichen  Zellen. In diesen wird Verantwortung getragen - im Gegensatz zum klassischen Aufbau in Bereichen, Abteilungen und Funktionen. Wie sich diese in der Zelle organisiert ist zunächst mal offen. Ob für das jeweilige Projekt basisdemokratische Entscheidungen oder klar vergebene Hauptverantwortung möchte ich per se nicht festlegen. Je stimmiger ein Team miteinander arbeitet desto größer die Chancen das es im Projekt nicht nach zum Ruf nach dem Verantwortlichen kommt.  
Ich kenne viele gute Praxisbeispiele bei denen dies essentieller Erfolgfaktor war, mindestens aber auch genausoviele bei denen das Ergebnis durch Funktions- und Zuständigkeitsdenken gelitten hat. 

Ich hoffe, meine Antworten machen mein Bild des Möglichen noch mal etwas klarer, zu jeder Frage könnte man in der Tat einzeln noch einen Blogartikel - wenn nicht Buch schreiben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mein lieber Konstantin,</p>
<p>danke für die Tiefen-Fragestellungen, auf die ich direkt eingehen möchte:</p>
<p>1. Sehe ich ganz genauso. Ich weiß aber auch nicht welcher Punkt meiner Update-Skizze dem widerspricht. Langjährige Beziehungen sind auch hir möglich, man muss nur nicht immer alles machen wollen.<br />
Die neuartige Organisationsform kombiniert genau die positiven Aspekte beider &#8220;Welten&#8221;: Das agile und dynamische Vorgehen in Autonomie mit einem gemeinsamen Qualitätsanspruch das man als Agenturmarken-Leistungsversprechen nach vorne bringt.</p>
<p>2. Ebenso Zustimmung. Die Kunst ist, die richtige Dosis zu finden. Auch wer beispielsweise die ReWork-Aussage &#8220;Meetings are toxic&#8221; als &#8220;ALLE Meetings sind Gift&#8221; interpretiert, liegt falsch. Projekte nur per Remote gut umzusetzen halte ich für sehr schwierig. Es muss immer eine gemeinsame Basis geben: Kickoff, Workshops und Abstimmungszyklen in denen der persönliche Kontakt und das Miteinander wichtig sind für ein Projektteam-Gefühl.</p>
<p>3. Einer der Hauptaspekte ist die Organisation in eigenständigen, selbstverantwortlichen  Zellen. In diesen wird Verantwortung getragen &#8211; im Gegensatz zum klassischen Aufbau in Bereichen, Abteilungen und Funktionen. Wie sich diese in der Zelle organisiert ist zunächst mal offen. Ob für das jeweilige Projekt basisdemokratische Entscheidungen oder klar vergebene Hauptverantwortung möchte ich per se nicht festlegen. Je stimmiger ein Team miteinander arbeitet desto größer die Chancen das es im Projekt nicht nach zum Ruf nach dem Verantwortlichen kommt.<br />
Ich kenne viele gute Praxisbeispiele bei denen dies essentieller Erfolgfaktor war, mindestens aber auch genausoviele bei denen das Ergebnis durch Funktions- und Zuständigkeitsdenken gelitten hat. </p>
<p>Ich hoffe, meine Antworten machen mein Bild des Möglichen noch mal etwas klarer, zu jeder Frage könnte man in der Tat einzeln noch einen Blogartikel &#8211; wenn nicht Buch schreiben.</p>
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	<item>
		<title>Von: Konstantin</title>
		<link>http://www.stephanritter.de/index.php/agency-os-update/comment-page-1/#comment-37</link>
		<dc:creator>Konstantin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 16:00:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.stephanritter.de/?p=117#comment-37</guid>
		<description>Hört sich nach einem großen Wurf an, so ein Update. Ein paar Aspekte fallen mir dazu ein:

1.
Meine Erfahrung der letzten Jahre ist, dass man als Agentur mit einem Kunden nur etwas Tolles schafft, wenn man iterativ vorgeht und die Agentur nicht auf Projekte abzielt, sondern auf langfristige Kundenbeziehung. Das muss nicht heißen, dass man eine Leadagentur sein und jeden Kleinkram umsetzen muss. Aber im Wasserfall-Modell, sogar nur auf strategischer Ebene beratend etwas tolles zu schaffen habe ich bis jetzt nicht erlebt. Man kann tolle Konzepte machen, aber auch sie decken nur max. 80% eines tollen konzeptionellen Ergebnisses ab. Der Rest kommt &quot;concept by doing&quot; - und davon je mehr desto besser. 
Noch vor ein paar Jahren war das einfacher, weil man eben keine Facebook-Integration und 30 andere APIs auf die Beine stellen musste. Heute müssen Experten in den Bereichen UX, Visual Design, Webdevelopment top zusammenarbeiten. Und da kommen wir zum 2. Punkt.


2.
Meine Erfahrung der letzten Jahre ist, dass richtig gute Qualität nur von Teams geschaffen wird, die eng zusammenarbeiten. Die sind üblicherweise weder in Netzwerken zu finden, noch innerhalb von großen Agenturen, sondern eher in Startups. Zusammen sitzen, sich über die Schulter schauen ist nicht ganz unwichtig. Selbst die 37-Jungs, die früher die Zeitverschiebung zw. USA und Dänemark als etwas ganz Tolles propagierten, haben ihren dänischen Entwickler inzwischen zu sich ins Büro gebracht.
Früher konnte man mit einem Designer, der auch das Konzept macht, und einem Entwickler, der alles konnte was man brauchte, etwas Tolles zaubern. Heute reicht oft keine statische Site. Und selbst &quot;Entwickler&quot; ist ein viel zu generischer &quot;Titel&quot;. Smartphone-Apps für jede Plattform, Front- und Backend, versch. CMSse usw. - da braucht man schnell einen Experten für alles. Wenn man dann alles auf Freelancer verteilt, muss man schon ganz schön Glück oder Netzwerk haben, um zur richtigen Zeit die richtigen Leute am Tisch zu haben.

3.
Sowohl beim Management à la Kybernetik als auch bei Herrn Weinberger ist die Rede vom Selbstmanagement und Selbstverantwortung. Hier würde ich gerne ein paar praktische Beispiele kennen lernen. In der Regel wird heute Verantwortung von dem getragen, der auch das Budget verwaltet und verteilt. Das funktioniert zwar auf inhaltlicher und motivatorischer Ebene nur leidlich, aber wenn es hart auf hart kommt klappt das immer. Dass einer die Hauptverantwortung übernimmt, ohne budgetär davon zu profitieren, ist mir selten bekannt.

Vielleicht kannst Du - auch gern in einem weiteren Post - erklären, wie Du Dir die Punkte Netzwerk-Agentur, Freelancing, Qualitätssicherung und Verantwortung praktisch umgesetzt vorstellst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hört sich nach einem großen Wurf an, so ein Update. Ein paar Aspekte fallen mir dazu ein:</p>
<p>1.<br />
Meine Erfahrung der letzten Jahre ist, dass man als Agentur mit einem Kunden nur etwas Tolles schafft, wenn man iterativ vorgeht und die Agentur nicht auf Projekte abzielt, sondern auf langfristige Kundenbeziehung. Das muss nicht heißen, dass man eine Leadagentur sein und jeden Kleinkram umsetzen muss. Aber im Wasserfall-Modell, sogar nur auf strategischer Ebene beratend etwas tolles zu schaffen habe ich bis jetzt nicht erlebt. Man kann tolle Konzepte machen, aber auch sie decken nur max. 80% eines tollen konzeptionellen Ergebnisses ab. Der Rest kommt &#8220;concept by doing&#8221; &#8211; und davon je mehr desto besser.<br />
Noch vor ein paar Jahren war das einfacher, weil man eben keine Facebook-Integration und 30 andere APIs auf die Beine stellen musste. Heute müssen Experten in den Bereichen UX, Visual Design, Webdevelopment top zusammenarbeiten. Und da kommen wir zum 2. Punkt.</p>
<p>2.<br />
Meine Erfahrung der letzten Jahre ist, dass richtig gute Qualität nur von Teams geschaffen wird, die eng zusammenarbeiten. Die sind üblicherweise weder in Netzwerken zu finden, noch innerhalb von großen Agenturen, sondern eher in Startups. Zusammen sitzen, sich über die Schulter schauen ist nicht ganz unwichtig. Selbst die 37-Jungs, die früher die Zeitverschiebung zw. USA und Dänemark als etwas ganz Tolles propagierten, haben ihren dänischen Entwickler inzwischen zu sich ins Büro gebracht.<br />
Früher konnte man mit einem Designer, der auch das Konzept macht, und einem Entwickler, der alles konnte was man brauchte, etwas Tolles zaubern. Heute reicht oft keine statische Site. Und selbst &#8220;Entwickler&#8221; ist ein viel zu generischer &#8220;Titel&#8221;. Smartphone-Apps für jede Plattform, Front- und Backend, versch. CMSse usw. &#8211; da braucht man schnell einen Experten für alles. Wenn man dann alles auf Freelancer verteilt, muss man schon ganz schön Glück oder Netzwerk haben, um zur richtigen Zeit die richtigen Leute am Tisch zu haben.</p>
<p>3.<br />
Sowohl beim Management à la Kybernetik als auch bei Herrn Weinberger ist die Rede vom Selbstmanagement und Selbstverantwortung. Hier würde ich gerne ein paar praktische Beispiele kennen lernen. In der Regel wird heute Verantwortung von dem getragen, der auch das Budget verwaltet und verteilt. Das funktioniert zwar auf inhaltlicher und motivatorischer Ebene nur leidlich, aber wenn es hart auf hart kommt klappt das immer. Dass einer die Hauptverantwortung übernimmt, ohne budgetär davon zu profitieren, ist mir selten bekannt.</p>
<p>Vielleicht kannst Du &#8211; auch gern in einem weiteren Post &#8211; erklären, wie Du Dir die Punkte Netzwerk-Agentur, Freelancing, Qualitätssicherung und Verantwortung praktisch umgesetzt vorstellst.</p>
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